Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide stabilisiert den Wasserhaushalt für ein Feuchtbiotop bei Lindhorst
Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide stabilisiert den Wasserhaushalt für ein Feuchtbiotop bei Lindhorst
Feuchtbiotope haben aufgrund ihrer Kühlung, ihrer Wasserspeicherkapazität und als Kohlenstoffsenke eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz. Der Wasserrückhalt in der Fläche gehört daher zu den effektivsten Maßnahmen im Klima- und Artenschutz. Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide ist Teilnehmer am Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), dass zum Ziel hat, auf gemeindeeigenen Flächen nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Dazu sollen Synergien zum Erhalt der biologischen Vielfalt genutzt werden, die zugleich Emissionen in der Landnutzung mindern und Kohlenstoffsenken stabilisieren und ausbauen. Zu diesem Zweck sollen Wälder und Auen, Böden und Moore sowie Gewässer und Grünflächen renaturiert und bewahrt werden. Im Rahmen des Programmes plant die Verbandsgemeinde Elbe-Heide bis 2029 in 6 Gemeinden die Umsetzung von derzeit 25 Klimaschutzmaßnahmen.
Im Dezember 2025 wurde mit dem ersten Projekt in der Gemeinde Colbitz begonnen, der Wiedervernässung der Grünlandbereiche im Mündungsbereich des Rahlwiesengrabens und des Hägebaches. Zur Anhebung des Wasserstandes wurde eine provisorische Sohlschwelle in den Rahlwiesengraben eingebaut. Im unmittelbaren Rückstaubereich der Sohlschwelle liegt ein kleiner Teich, der die Aufgabe hat, das Wasser in das Umfeld zu verteilen.
Dadurch soll allmählich der Grundwasserspeicher aufgefüllt und Grundwasserschwankungen in den Oberboden verlagert werden, wodurch Stoff- und Nahrungskreisläufe reaktiviert werden und damit zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität beitragen. Zur Beobachtung und zur Dokumentation der Wasserstände ist der Einbau von 3 Messlatten geplant. Diese haben insbesondere die Aufgabe, den Einfluss der Sohlschwelle bei verschiedenen Wetterereignissen zu dokumentieren.
In den nächsten Jahren wird sich anhand der Ergebnisse zeigen, ob weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes notwendig werden und überhaupt möglich sind, denn die umliegende Landnutzung darf dadurch nicht beeinträchtigt werden.
Denn mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, die Austrocknungszeiten im Hägebach mindestens zu verkürzen und wenn möglich eine ganzjährige Wasserführung in diesem Gewässerabschnitt zu gewährleisten.
Die Gemeinde Colbitz hat sich für dieses Projekt entschieden, um beispielgebend aufzuzeigen, wie Artenschutz, Klimaschutz und Landnutzung in Einklang gebracht werden können. Die Klimaschutzprojekte sollen auch dazu dienen, die Bevölkerung für die Aufgaben im Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren. Gut 20 % beträgt der finanzielle Eigenanteil der Gemeinde Colbitz für die Umsetzung der Maßnahme.
Als Verbandsgemeinde freuen wir uns, solche Projekte unterstützen und umsetzen zu dürfen und möchten unsere Gemeinden zugleich motivieren, weitere Projektideen im Rahmen dieses Förderprojektes anzuregen.
Bild 1: Teich bei Lindhorst Bild 2 : Eingebaute Sohlschwelle im Rahlwiesengraben Bildquelle: Verbandsgemeinde Elbe-Heide
Pressekontakt: Büro des Verbandsgemeindebürgermeisters Telefon: 039208/274-13 Mail: