Schauspielschüler des Zielitzer Holzhaustheaters zeigen Welturaufführung „Facemob“

Schauspielschüler des Zielitzer Holzhaustheaters zeigen Welturaufführung „Facemob“
Bild zur Meldung: Schauspielschüler des Zielitzer Holzhaustheaters zeigen Welturaufführung „Facemob“

„So Lagebesprechung, was machen wir heute?“ fragt Leon in die Runde. „Na was schon, Mia dissen“, ist die einstimmige Antwort der Gruppe.

„Dissen“ stammt aus der Jugendsprache und bedeutet so viel wie jemanden schlechtmachen, jemanden schräg anmachen, respektlos behandeln oder jemanden schmähen. Seit dem Jahr 2000 ist das Wort im Duden verzeichnet. Aber auch wenn man es nicht kennt, wird durch das Spiel der Jugendlichen sehr schnell klar, was „dissen“ bedeutet.

 

Die Schauspielschüler der Expertengruppe haben das Jugendschauspiel selbst entwickelt und geschrieben. Im Februar 2012 begann die Arbeit daran mit einer Themensammlung. Jeder steuerte bei, was ihm wichtig erschien. Dabei stellte sich sehr schnell ein Thema als besonders aktuell heraus: Mobbing in der Schule.

 

„Das ist ein Problem, das fast jeder von uns kennt. Manche sind sogar schon selbst gemobbt worden“, berichten die Schauspielschüler. Und sie erzählen auch, wie hilflos Betroffene sich fühlen, wie schrecklich es ist, aus dieser Spirale von Bedrohung, Angst und Ohnmacht nicht wieder herauszukommen.

 

„Wir wollten aber kein Trauerspiel schreiben“, sagt der 16-jährige Schauspielschüler Felix Wendt, der den Anführer Leon spielt. „Deshalb gibt es in unserem Stück auch durchaus unterhaltsame Szenen. Wir denken aber, dass die Botschaft des neuen Stücks trotzdem ankommen wird.“

 

Die Welturaufführung des Jugendschauspiels „Facemob“ wird am 16. November 2013 um 19:30 Uhr über die Bühne des Holzhaustheater Zielitz gehen. Für die ältesten Schauspielschüler ist es die Abschlussarbeit. Danach werden sie sich auf Schule, Ausbildung und Studium konzentrieren, aber auch das Ensemble der erwachsenen Darsteller des Holzhaustheaters verstärken.

 

Der Eintritt zu dieser Welturaufführung ist frei. „Das ist so weil wir hoffen, dass auch viele junge Leute kommen“, sagen die Schauspielschüler.

 

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