Einer davon, die Halde 2 kann am Sonntag unter fachkundiger Führung von Bergmännern erklommen werden. Manfred Witzel gehört zum Stamm der Bergführer vom Verein Scholle von Calvörde. Er schwärmt auch nach vielen Jahren noch von seiner Tour: „Wenn Sie die Halde besuchen – stehen sie nach ein wenig Anstrengung auf der höchsten Erhebung zwischen Magdeburg und der Ostsee und genießen einen unvergesslichen Blick auf die Colbitz-Letzlinger Heide, die umliegenden Dörfer, die Elbauen und bei gutem Wetter reicht die Sicht oft sogar bis zum Brocken.“
Bergsteigerausrüstung braucht man nicht um diesen einmaligen Blick genießen zu können. Ein wenig Kondition kann jedoch nicht schaden, denn obwohl die Bergleute sagen, dass der Berg befahren wird, gibt es dennoch kein Fahrzeug, das die Besucher nach oben bringen könnte.
Doch die Befahrung zu Fuß hat auf jeden Fall ihren Reiz. Der Anstieg ist mit rund 16 Prozent auch nicht zu steil und die Bergführer richten sich nach den Möglichkeiten der Besucher. Ein bisschen fit sollte man aber schon sein.
Am Sonntag, dem 27. April, zum Tag der Industriekultur stehen sogar zwei Touren auf dem Veranstaltungsplan, zu denen man ohne Anmeldung kommen kann. Die erste beginnt um 10 Uhr und die zweite um 14 Uhr am Infopunkt der Halde 2 im Wald zwischen Ramstedt und Loitsche.
Fotos: Die Kaliabraumhalden werden im Volksmund „Kalimandscharo“ genannt