Planungsstart für schnelles Internet

Vorzeitiger Maßnahmebeginn für die Verbandsgemeinde Elbe-Heide bewilligt

 

Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide hat für die Planungen zur Verbesserung der Breitbandversorgung einen Fördermittelantrag gestellt. Jetzt kam vom Bundesverkehrsministerium die Bewilligung für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn.

 

Mit der Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmebeginns kann die Verbandsgemeinde Planer

beauftragen noch bevor die Fördermittel ausgereicht werden.

„Das ist mittlerweile geschehen“, informierte Verbandsbürgermeister Thomas Schmette (CDU) in einem Pressegespräch. „Der Vertrag sieht vor, dass bis zum 30. Juni die notwendigen Planungen abgeschlossen sein sollen.

Damit kann dann nicht nur der bestehende Bedarf an Breitbandversorgung ermittelt werden.

„Es geht auch darum, die dafür benötigte Infrastruktur an Leitungen und Verteilerkästen festzustellen“, so Schmette.

Alle 21 Ortsteile der Verbandsgemeinde Elbe-Heide sollen in den Genuss der Breitbandversorgung kommen, wobei eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens

50 Megabit pro Sekunde erreicht werden soll.

„Dabei setzen wir ausschließlich auf Glasfaserkabel“, betont der Verbandsgemeindebürgermeister, „damit soll auch die Versorgung für zukünftige Generationen gesichert werden.“ In einem ersten Schritt sollen die Leitungen bis zu den Schaltkästen verlegt werden, danach zu den anzuschließenden Haushalten.

„Mit diesem Programm wollen wir fit für die Zukunft werden, in der die Digitalisierung immer wichtiger wird“, so Schmette. Schon heute sind stabile Internetverbindungen ein wichtiger Standortfaktor.

„Familien, die sich in unseren Ortsteilen ansiedeln wollen, fragen meist zuerst nach Kita-Plätzen, Grundschulen und Einkaufsmöglichkeiten, aber immer häufiger auch nach einer stabilen Internetverbindung.“

Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide hat für alle Mitgliedsgemeinden die Planungen für die Breitbandversorgung beauftragt, die für eine Fördermittelvergabe Voraussetzung sind.

Über die Bauausführung selbst entscheiden dann letztendlich die einzelnen Mitgliedsgemeinden.

Auf seiner Märzsitzung hatte der Verbandsgemeinderat Elbe-Heide beschlossen, der Arbeitsgemeinschaft Breitband beizutreten. Diese Arbeitsgemeinschaft ist ein Zwischenschritt

vor der Bildung eines Zweckverbandes Breitbandausbau im Landkreis Börde.

Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ist auch der Landkreis Börde selbst, der im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit die vorbereitenden Maßnahmen für die gebietsdeckende

Breitbanderschließung übernimmt. Der Landkreis arbeitet daran, mit Fördermitteln des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt eine übergreifende Netzplanung unter Berücksichtigung aller Gewerbe- und Industriestandorte im Landkreis Börde voranzutreiben.

„Das schnelle Internet ist eine wichtige Voraussetzung, damit bestehende Unternehmen

wettbewerbsfähig bleiben und sich Investoren für einen Standort in unserem Landkreis entscheiden“, hebt Landrat Hans Walker auch die wirtschaftlichen Aspekte hervor.

Der Weg zum Netz der Zukunft mit symmetrischen Übertragungsraten von mindestens

50 bis weit über 300 Megabit pro Sekunde sei nicht leicht. Eine Zusammenarbeit der Gemeinden in der Arbeitsgemeinschaft bringe Vorteile, die in der gemeinsamen Abstimmung und der Größe des zukünftigen Netzes begründet sind, so der Landrat.

„Mit den jetzt auf dem Weg gebrachten Aktivitäten wollen wir die Breitbandversorgung auch in den kleinsten Dörfern unserer Verbandsgemeinde sicherstellen“, macht Thomas Schmette deutlich.

 

(Quelle: Volksstimme)

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