Das Mahlpfuhler Fenn

Zwischen Burgstall und Uchtdorf

Das Mahlpfuhler Fenn ist ein sumpfiger Naturraum am Rande der östlichen Colbitz-Letzlinger-Heide - im Übergang in die Tanger-Elbe-Niederung -, zwischen den Orten Uchtdorf, Mahlpfuhl und Schernebeck gelegen, ca. 1 km nordöstlich von Burgstall. Dieses Gebiet, ca. 1/3 der Fläche befindet sich im Landkreis Börde, 2/3 im Landkreis Stendal, untersteht verwaltungsmäßig dem staatlichen Forstamt Burgstall.

Die genannte Moorlandschaft ist Kernstück eines Naturschutzgebietes und als Totalreservat ausgewiesen, völlig frei von jeglicher Nutzung. Der sumpfige Naturraum besitzt eine charakteristische Vegetation, Tier- und Vogelwelt. Im waldfreien Moor befinden sich Hoch-, Zwischen- und Niedermoorbereiche. Bisher umfasst das Naturschutzgebiet "Mahlpfuhler Fenn" 337 ha, davon sind 252 ha Wald, der Rest ist Grünland.

Durch die genannten Forstämter werden Flächen dieser Moorlandschaft in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde gepflegt, indem Wiesen gemäht und Staue repariert und unterhalten werden. Auf den Feuchtwiesen werden Gehölzanflüge beseitigt, damit der Wiesencharakter erhalten bleibt. Auf den nährstoffarmen, mineralhaltigen Böden gibt es eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Vögeln. So wächst im Mahlpfuhler Fenn der rundblättrige Sonnentau, der Sumpfporst, die Rosmarienheide und der Königsfarn. Seltene Orchideen- und Libellenarten sowie Kraniche und der Schwarzstorch sind hier ebenfalls heimisch. Kiefern und Zwergsträucher sind für diese Landschaft typisch.

Das Naturschutzgebiet darf in der Brutzeit vom 1.März - 1.August des jeweiligen Jahres nicht betreten werden. Ansonsten dürfen nur die ausgewiesenen und ausgeschilderten, befestigten Wege benutzt werden, da diese Moorlandschaft lebensgefährliche Sümpfe enthält. Für Besucher des Mahlpfuhler Fenn muss es selbstverständlich sein, die Hinweisschilder strengstens zu beachten und zu befolgen, damit zwischen Mensch und Natur ein harmonischer Einklang bestehen bleibt.