Ortsfeuerwehr Sandbeiendorf

neues Feuerwehrgerätehaus

Wehrleiter: Jörn Theuerkauf

Obere Dorfstr. 5
39517 Burgstall OT Sandbeiendorf

Telefon (039364) 93 10 7

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Im Jahre 1875 wurde die Pflichtfeuerwehr in der Gemeinde Sandbeiendorf gegründet. Zu dieser zeit erhielt die Gemeinde die erste Spritze Es handelte sich um eine Kastenspritze, die auf Kufen stand. Sie musste zum Brandherd auf einem Wagen gefahren werden. Das Wasser wurde mit Eimern in den Kasten gegossen, danach war die Spritze einsatzbereit. Mit einem Schlauch konnte dann das Feuer bekämpft werden. Zum Pumpen wurden vier bis acht Mann benötigt. Alle übrigen verfügbaren Kräfte mussten eine Eimerkette bilden zum Nachfüllen des Kastens. Der erste Brandmeister in der Gemeinde war der Schuhmacher Pasche. Das alte Spritzenhaus, ein eingeschossiger Fachwerkbau mit Eckstreben und Satteldach, wurde um 1900 gebaut und ist ein historisches Zeugnis des Feuerwehrwesens auf dem Lande.

Den Gespanndienst für die Spritze mussten die Bauern, die Gespanne besaßen, reihum leisten. Sie bekamen dazu vom Bürgermeister eine rote Armbinde. Die Feuerwehrleute, auch Druckmannschaft genannt, wurden vom Bürgermeister dazu verpflichtet. Diese setzten sich aus Kleinbauern und Hausbesitzern zusammen. Die Feuerwehrleute erhielten vom Brandmeister eine Blechplakette, welche mit zwei Lederriemen am Arm zu befestigen waren mit folgender Aufschrift: "Pflichtfeuerwehr Sandbeiendorf".

Im Jahre 1897 bekam dann die Gemeinde die Handdruckspritze. Die Pflichtfeuerwehr bestand bis zum Jahre 1930. Der letzte Brandmeister der Pflichtfeuerwehr war der Schmiedemeister Gustav Lübke. Es soll zu seiner Zeit schon eine Freiwillige Feuerwehr bestanden haben. Nach mündlichen Informationen wurde die Freiwillige Feuerwehr 1930 gegründet. Der Gastwirt Hermann Fraas war der erste Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr. Zu dieser Zeit erhielten auch die Kameraden eine einheitliche Uniform.

Im Jahre 1934 bekam die Gemeinde die erste Motorspritze und zwar eine Magirus 400 l. Diese war ohne Anhänger, musste also auf einem wagen transportiert werden. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges konnte eine Frauengruppe gebildet werden. Man kann aber in diesem Falle nicht von einer freiwilligen Gruppe sprechen. Es waren die Mädchen des Dorfes im Alter von etwa 17 bis 25 Jahren. Erwähnenswert wäre noch, dass das erste Gerätehaus mit Gründung der Pflichtfeuerwehr gebaut wurde.

Von 1945 bis 1955 war der Kamerad Wilhelm Bähre Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr. In dieser Zeit wurde die alte TS 8 gegen eine neue mit Hänger umgetauscht. Von 1955 bis 1958 übte der Kamerad Erhard Rohloff die Funktion des Wehrleiters aus und wurde von dem Kamerad Gerhard Voigtländer abgelöst, der bis 1969 als Wehrleiter fungierte. Da die Wasserversorgung für den nördlichen Teil des Dorfes sowie für die neuerbaute Stallanlage der LPG nicht voll gesichert war, machte sich der Bau einer Zisterne erforderlich. Im Jahre 1963 wurde der bau durchgeführt. Hierbei wurde von allen Kameraden gute Leistungen vollbracht. Es mussten rd. 100 m³ Erde abgefahren werden. Die Stärke des Bodens betrug 3 cm. Das entspricht 15 cm³ Beton, den die Kameraden an einem Nachmittag mit der Schubkarre eingebracht haben. Von 1969 bis 1974 übernahm der Kamerad Richard Synder die Funktion des Wehrleiters.In den Jahren 1970/71 wurde ein neues Gerätehaus errichtet, da das alte nicht mehr den Anforderungen entsprach. Das alte Gerätehaus steht noch vor der Gaststätte an der Hauptstraße und dient der Gemeinde als Lagerraum für Baumaterial.

Für das neue Gerätehaus wurden der Freiwilligen Feuerwehr 5000.- M zur Verfügung gestellt. 4000.- M erbrachten die Kameraden in Eigenleistung. 1974 wurde noch ein Anbau hinzugefügt. 1973 bekam die Feuerwehr einen LKW S 4000. Die Mittel dazu stellte der Rat der Gemeinde und die LPG zur Verfügung. Die jugendlichen Kameraden Detlef Reib, Gerhard Finke, Herbert Kredel, Kurt Albrecht und Jürgen Voigtländer gaben in dieser Zeit der alten Handdruckspritze einen neuen Anstrich und retteten sie so vor dem Verfall. Da in den letzten Jahren keine geordnete Unterstellmöglichkeit vorhanden war, hatte sie sehr stark gelitten.

Seit 1974 ist der Kamerad Horst Schichor Wehrleiter unserer Freiwilligen Feuerwehr. Im Jahre 1975 gelang es der Wehr, die ersten Frauen für die FFW zu gewinnen. Die Stärke der Wehr beträgt zu dieser Zeit 33 Kameraden, davon 6 Kameradinnen. Zu allen Zeiten war die Freiwillige Feuerwehr ein geachtetes Organ der Gemeinde.. Immer war sie zu außergewöhnlichen Einsätzen bereit, so z.B. im Frühsommer 1937. Die Luther-Eiche war von tausenden Goldafterraupen befallen, so dass die Gefahr einer Entlaubung bestand. Die Kameraden spritzten die Schädlinge mit dem Wasserstrahl vom Baum, danach wurden sie mit Benzin übergossen und verbrannt.

Die jährlichen Wirkungsbereichs- und Kreisausscheide waren immer Besonderheiten im Leben der Wehr. So konnten in den letzten Jahren die Kameraden hierbei mehrere Urkunden und Pokale gewinnen. Auch die Kameradschaftsabende waren Höhepunkte innerhalb unserer Wehr und alle erinnern sich gern daran zurück.

Wehrleiter:
Jörn Theuerkauf
Obere Dorfstr. 11
39517 Sandbeiendorf
Tel.: 0173 / 70 49 00 3

 

stellv. Wehrleiter:

Kevin Porada

Berliner Ende 6a

39517 Sandbeiendorf

Tel.: 0175 /  46 69 24 0

 

altes Spritzenhaus