Der 4. Oktober war vom Wetter her wie gemacht für eine solch erste Unterweisung rund um das Rogätzer Wahrzeichen. Es hat geregnet und es war ein bisschen kühl. Darum setzte sich Margitta Häusler mit den vier Interessenten zunächst einmal ins Tintenfass, darunter Rolf Huth und Siegfried Lück, die schon immer mal wieder als Klutturmführer aktiv waren. Zu ihnen hatten sich Joachim Glaser und Stephan Munder gesellt. Sie alle stehen bei Anfragen bereit, Interessenten durch den Turm zu führen.
Zu Anfang fast jeden Besuchs wird zuerst die Frage nach dem Namen "Klutturm" gestellt, gefolgt von der nach seiner Höhe und wie er genutzt wurde.
Anhand einer 2012 im Staatsarchiv in Wernigerode gefundenen Zeichung aus dem 16. Jahrhundert, erklärte Margitta Häusler, dass es einst nicht bloß den Wohn- und Wehrturm gab, sondern auch eine richtige Burganlage drumherum, u. a. mit Pallas, Brauerei, Mälzerei und großem Viehhof. Fast alles ist längst nicht mehr vorhanden, viele Gebäude verschwanden über die Zeit, weil nach starken Regenfällen der Hang ins Rutschen geriet und der Abriss notwendig wurde. Eine erste Mauer unterhalb des Hanges war erst um 1900 im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Herrenhauses errichtet worden.