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Ribbeck und die Birnen-Torte

Dort warteten die leckeren Kuchen auf uns (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Dort warteten die leckeren Kuchen auf uns

23. 6. 2026 - Die diesjährige Busfahrt des Vereins führte am 23. Juni 2026 ins Havelland. Erste Station war das "Haus der Flüsse" in Havelberg. In dem ungewöhnlichen Informationszentrum am Elbweg war viel Interessantes zu erfahren über das Biosphärenreservat Mittelelbe. Die Tier- und Pflanzenwelt dieser besonderen Flusslandschaft wird modern abgebildet.  Ein Schwerpunkt: Wie entstehen Hochwasser und welche Folgen haben sie. Das auffällige Holzgebäude bietet tolle Möglichkeiten und ist auch ein optimaler Ausgangspunkt für Entdeckungstouren zu Wasser und auf dem Radweg. Ein heißer Tipp für die Ferien. Überhaupt lohnt eine Fahrt nach Havelberg, das geschichtlich eng mit Rogätz verknüpft ist. Denn 1144 wurde das Dorf mit 20 Hufen Land dem Erzbistum Havelberg überschrieben. Die erste Erwähnung für unseren Ort.

 

Nach der Stippvisite dort ging es weiter nach Ribbeck bei Nauen. Das kleine, beschauliche Dorf hat sich voll und ganz den Birnen verschrieben. Bei einer unterhaltsamen Führung rund um das Schloss Ribbeck erfuhren die Besucher so einiges über das wunderbar sanierte Schloss und die sagenhafte Geschichte des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, der Kinder im Herbst mit Birnen beschenkte. Bevor er verstarb, hatte er verfügt, dass ihm eine Birne ins Grab gelegt werden sollte. Welch Glück. Der weise Mann ahnte, dass die Kinder später keine Birnen mehr geschenkt bekommen würden.  Diese Geschichte lebt über die Jahrhunderte bis heute fort durch Theodor Fontane und sein gleichnamiges Gedicht über den Herrn von Ribbeck. 

 

Und tatsächlich wächst neben der Kirche längst wieder ein Birnbaum über dem Grab des alten Ribbeck. Seine Nachfahren sind nach 1990 wieder zurückgekehrt auf das angestammte, geschichtsträchtige  Land. Ein Museum im Schloss vermittelt die Historie der Ribbecks und Preußens. Draußen sind Birnbäume aus verschiedenen Bundesländern gepflanzt. Aus Sachsen-Anhalt ist es die Sorte Alexander Lukas. Ein Foto vor diesem Baum war Pflicht und auch eine Einkehr zum Birnen-Torte-Essen.

 

Das Dorf Ribbeck macht sich heute seine reiche Geschichte touristisch zunutze. Es lebt mit und von der Birne. Davon überzeugten sich die Teilnehmer der Busfahrt unter anderem bei Frau Wesche in der alten Brennerei. Herrliche Birnentorte in den verschiedensten Variationen konnte bei ihr genossen werden. Auch so manche hübsche Kleinigkeit ging in ihrem Lädchen über den Tisch, bevor es wieder heimwärts ging durchs weite Havelland an die Elbe. 

 

Weitere Informationen

Elbe-Heide - Kopie