Hengstmänner einfach klasse

08.09.2013

Einen tollen Kabarettabend erlebten die 114 Gäste am Sonnabend, dem 7. September,  in der Turnhalle von Rogätz. Zwei Generationen Hengstmänner tummelten sich in ihrem Element und sorgten wieder einmal für Begeisterungsstürme. Aktuelle Politik spielte nicht nur wegen der so kurz bevorstehenden Wahl eine große Rolle. Parteien wie Kanzlerin, Bundes- und Landespolitik, bekamen ihr Fett weg. So mancher Denkanstoß wurde frei Haus geliefert. Geschickt eingebaut waren Erinnerungen an die DDR-Zeiten, in denen besonders Frank Hengstmann alias Manni Fest schwelgte. Und zeitweise auch das Publikum.

Es weiß nun endlich auch, warum die Söhne gar nicht anders konnten, als Kabarettisten zu werden. Zum einen spielten die Gene genial mit und dann waren die beiden schon als Drökel fast immer dabei, wenn Papa durch die DDR reiste, um seinen oft heiß ersehnten "Kulturbeitrag zu leisten". Außer an dem Tag, als Frank Hengstmann in der Aufwärmhalle für SS-20-Raketen auf den Darß auftreten sollte. Was er bei der Anreise ins Niemandsland erlebte, las Hengstmann aus seiner Autobiografie vor, die am Ende signiert und verkauft werden sollte. Aber der Senior hatte noch einen Termin und musste am Sonnabend ganz schnell weg. Etwas traurig für die, die gern ein Büchlein erworben hätten.

Was von diesem ersten Auftritt nach der Hengstmannschen Sommerpause in Erinnerung blieb: Herrlich aufgelegte Kabarettisten, die mit Leidenschaft spielten und sich oft gegenseitig aus der Fassung brachten. Aber so, dass es ein Riesengaudi war.

Herrlich zu hören die echte Machteborsche Kodderschnauze von Manni und Tobi, zwei urigen Typen, die sich in der Nachwendezeit mit dem Zuviel an Freizeit eingerichtet haben. Hoffnungslos im Abseits. Da konnte schon mal das Lachen im Hals stecken bleiben.

So ist Kabarett und so soll es sein. Mit den Hengstmännern immer wieder grandios zu erleben. Rogätz hat herrlich gelacht und freut sich schon auf das nächste Mal.